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Geschenke der Heiligen Drei Könige

Geschenke der Heiligen Drei Könige

In der biblischen Erzählung besuchen die drei morgenländischen Könige Caspar, Melchior und Balthasar den neugeborenen Jesus und bringen ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Geburtstagsgeschenke mit.

Doch wie kostbar waren die Gaben und was wären sie heute wert?

Der GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft) hat sich 2015 auch die Frage gestellt und recherchiert.

Zunächst rechnete der Verband den Wert von Weihrauch und Myrrhe aus. Die Kosten für beide Produkte sind ähnlich. Für Ware höchster Qualität rufen Internet-Shops nach GDV-Angaben Preise zwischen 120 und 190 Euro je Kilogramm auf. Laut Verband kann jedoch davon ausgegangen werden, dass zu Jesus Geburt Weihrauch und Myrrhe schwerer zu beschaffen waren und damit weitaus teurer als heute waren und in der Antike konnte Myrrhe doppelt so teuer sein wie Weihrauch.

Wie viel Gold die morgenländischen Weisen verschenkten, ist nicht überliefert. Daher ist es sehr schwer zu schätzen wie viele Münzen verschenkt wurden. Der GDV nahm sich die künstlerischen Abbildungen der Szene sowie die nachgebildeten Geschenkschatullen des Dreikönigenschrein im Kölner Dom als Anhaltspunkt. Laut des Verbands würden grob geschätzt rund 5.000 Münzen in einen passen – eine Zehn-Cent-Münze hat wohl in etwa die Maße eines Aureus. Eine, der zur Regierungszeit von Kaiser Augustus im ganzen römischen Reich verbreiteten Goldmünze. Der reine Materialwert der eingeschmolzenen Münzen läge nach heutigem Marktpreis bei gut 240.000 Euro, so der GDV. Im Jahre null war Gold jedoch ungleich wertvoller als heute: Ein Aureus entsprach in etwa dem Monatslohn eines einfachen Handwerkers oder eines Legionärs in der römischen Armee. 5.000 Aurei wären dementsprechend ein enormes Vermögen von über 400 (niedrigen) Jahreseinkommen gewesen.

Der Verband geht jedoch davon aus, dass die drei Könige kaum 5.000 Aurei verschenkt haben. In der Bibel fänden sich keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass Jesus in einem Millionärshaushalt aufgewachsen wäre. Und das Gewicht von 5.000 Münzen rund 20 kg mussten diese auch erst einmal zu Jesus transportieren.

Warum schenkten die Heiligen Drei Könige Weihrauch, Gold und Myrrhe?

Diese waren nicht nur materiell wertvolle Geschenke. Alle galten damals auch als wertvolle Heilmittel und hatten ebenso eine symbolische Aufgabe.

Weihrauch und Myrrhe sind beides Harze aus unscheinbaren Bäumen, die in der Wüste wachsen. Beiden wird eine entzündungshemmende Wirkung zugesprochen.

Das Harz Myrrhe wirkt desinfizierend, blutstillend und leicht betäubend. Der griechische Historiker Herodot berichtet, dass die Wunden persischer Krieger mit Myrrhe behandelt wurden. Heute noch ist in Apotheken Myrrhetinktur erhältlich, die auf Verletzungen im Mund getupft wird.

Weihrauch drückt außerdem Verehrung aus: In den Straßen der Antike zog ein Weihrauchträger vor Würdenträgern her und verbreitete Wohlgeruch. Diese Gabe ist also ein Zeichen der Göttlichkeit Christi.

Über Gold schrieb der persische Arzt und Philosoph Avicenna, es helfe gegen die Melancholie, heile Geschwüre und nehme den Mundgeruch. Auch für den Haarwuchs, die gute Sicht der Augen und bei Herzkrankheiten empfahl Avicenna das wertvolle Metall. Gold, das Metall der Könige, weist als Gabe jedoch vor allem auf die Königswürde von Jesus hin.

Heute spielt Gold keine große Rolle mehr als Heilmittel, sondern es erfreut sich Geldanlage oder besonderes Präsent immer größerer Beliebtheit. Mehr zum Thema Gold und investieren in dieses auch im Video auf dem YouTube Kanal Mehr als Geld: https://youtu.be/1r1HvRQD2VU

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